Über uns

Wir sind Tabea und ich, Frank, und wir wohnen seit einigen Jahren im schönen unteren Westerwald genau zwischen Frankfurt und Köln.

Fast mein ganzes Leben lang hatte ich Hunde. Es fing an, als ich 12 Jahre alt war. Eigentlich wollte mein Vater nie Hunde haben. Doch an meinem 12. Geburtstag war ich krank, und so versprachen mir meine Eltern einen Hund. Da ich schon einige Zeit regelmäßig den Cocker Spaniel von Bekannten ausgeführt hatte, sollte es also ein Cocker Spaniel werden. Also suchten wir nach einem Züchter von Cocker Spaniel. Natürlich hatten wir diesen auch relativ schnell gefunden. Und so kam es, dass wir an einem Sonntag nach Paderborn fuhren, um uns einen Welpen anzusehen. Das blöde war, dass an diesem Tag – wir wollten den Welpen natürlich gleich mitnehmen – die Welpen wegen Flöhen in Quarantäne waren. Die Hunde waren nicht bei dem Züchter untergebracht, sondern bei seinen Schwiegereltern. Diese züchteten wiederum selbst Hunde – allerdings keine Cocker Spaniel, sondern Zwerglanghaardackel. Da diese getrennt von den Cockern untergebracht waren, waren die kleinen gesund. Und die Dackel-Welpen waren ebenfalls in einem abgabefähigen Alter. Und so arbeitete es fieberhaft in meinem Kopf. Ich überlegte, ob ich dann nicht lieber einen Dackel-Welpen nehmen sollte – alles nach dem Motto „lieber den Spatz in der Hand, als die Taube auf dem Dach“. Irgendwie habe ich meinem Vater wohl nicht richtig getraut, denn ich vermutete, dass er sich die Sache mit dem Hund vielleicht doch noch überlegen könnte. Also kam es, wie es kommen musste: Axel von Löhne-Inglish zog bei uns ein. Er wurde 14 Jahre alt.

Nach Axels Tod dauerte es nicht lange, bis ein neuer Hund mein Leben bereicherte. Dieses Mal wurde es ein Hund aus dem Tierschutz. So zog Max bei mir ein. Doch leider musste ich mich nach knapp 2 Jahren von ihm trennen, weil er absolut nicht mit Kindern konnte. So leid mir das tat, suchte ich ein passendes, neues Zuhause für ihn – eine ältere Dame bei uns im Stadtteil nahm ihn bei sich auf. Dies entwickelte sich für Max zur passenden Partnerschaft. Er wurde dann immerhin 16 Jahre alt.

Nach Max gab es für mich einige Jahre eine Hunde-Pause. Mittlerweile war ich verheiratet, und wir hatten Kinder. Irgendwann reifte der Gedanke, dass es am schönsten wäre, wenn die Kinder mit Tieren aufwachsen würden. Und so kamen wir darauf, uns – auch auf Wunsch der Kinder – wieder einen Hund anzuschaffen. Gemeinsam haben wir dann über die Rasse nachgedacht. Schließlich kamen wir auf den „Familienfreundlichsten“ und idealsten Hund für uns: den Beagle. Wir suchten nach Welpen, die wir auch fanden, und zwar bei einer Hobby-Zucht, die allerdings keinem Verband angeschlossen war, demzufolge auch nirgendwo registriert war. Unsere Wahl fiel auf den aktivsten Rüden aus dem Wurf. Dies war – wie sich später herausstellen sollte – keine gute Wahl, denn Frodo akzeptierte unsere Kinder nicht über sich. Nachdem er dann unsere Tochter Katharina ernsthaft gebissen hatte, versuchten wir uns zunächst professionelle Hilfe zu holen.  Doch wir bekamen das Problem einfach nicht in den Griff. Eine registrierte und zertifizierte Beagle-Züchterin meinte dann noch zu uns, „dem müssen Sie unter allen Umständen den Willen brechen“. Für uns war der Punkt gekommen, an dem wir uns mit dem Gedanken beschäftigten, ein neues Zuhause für Frodo zu suchen, weil es so nicht weitergehen konnte. Und so fanden wir einige Zeit später ein Pferde-Gestüt, auf dem auch einige andere Hunde lebten. Hier kam Frodo in ein Rudel, in dem er dann auch gelernt hat, sich unterzuordnen.

So ganz ohne Hund wollten wir dann aber nicht bleiben, und wollten uns auch nicht entmutigen lassen. Kurze Zeit später fanden wir dann zufällig Ronja, eine Hündin, die privat abgegeben wurde. Ronja war ein Mix aus Deutschem Schäferhund und Labrador, und war zu der Zeit bereits 4 Jahre alt. Sie erwies sich als purer Glücksgriff. Sie war ein toller Familienhund und ging ganz lieb mit unseren Töchtern um. Sie war völlig unkompliziert und wir konnten wirklich alles mit ihr unternehmen. Alle Leute fanden sie toll, weil sie einfach einen ganz wunderbaren Charakter hatte. Als Ronja 9 Jahre alt war, entschlossen wir uns, noch einen zweiten Hund aufzunehmen. Dieses Mal sollte es ein Hund aus dem Auslands-Tierschutz sein. Und so zog 2010 Finia aus Rumänien bei uns ein. Leider mussten wir im selben Jahr unsere Ronja über die Regenbogen-Brücke gehen lassen, denn sie war unheilbar an Darmkrebs erkrankt. Und Ronja fehlt heute noch sehr.

Mittlerweile haben sich meine Frau und ich vor über 2 Jahren getrennt. Meine jüngste Tochter Tabea wollte bei mir bleiben. Da wir immer schon den größeren Draht zu den Hunden hatten, war es von anfang an klar, dass Finia bei Tabea und mir bleiben würde, zumal Finia eigentlich sowieso Tabeas Hund ist. Glücklicherweise lebt Finia heute noch und erfreut sich bester Gesundheit. Es geht mittlerweile alles einen Gang langsamer bei Ihr, immerhin wird sie dieses Jahr 11 Jahre alt. Wir hoffen, dass sie noch einige schöne Jahre mit uns verbringen kann.

Ein halbes Jahr nach der Trennung von meiner Frau zog dann ein neuer Welpe bei uns ein. Ich machte mir einen Traum war. Eigentlich wollte ich mein ganzes Leben lang immer einen Schäferhund haben. Früher ging das nicht, weil meine Mutter Angst vor Schäferhunden hatte. Danach hat es sich leider einfach nicht ergeben. Da ich wegen der gesundheitlichen Probleme der Deutschen Schäferhunden den letzten Jahren aber von diesen abgekommen bin, kam ich irgendwie auf den Belgischen Schäferhund. Beide Rassen sind ja mehr oder weniger eng miteinander verwandt. Und so beschäftigte ich mich eingehend mit den Belgischen Schäferhunden und ihren Eigenschaften. Da die Charaktere der unterschiedlichen Varietäten relativ gleich sind, entschied ich mich für den langhaarigen Tervueren. So zog im Sommer Leon vom Saargold bei uns ein. Und das war eine der besten Entscheidungen, die ich in meinem Leben getroffen habe. Leon ist – wie seinerzeit Ronja – ein wahrer Seelen-Hund. Mittlerweile ist auch klar: bei Leon wird es nicht bleiben, und so wird im August 2019 Omero vom Wildweibchenstein bei uns einziehen und unser Rudel verstärken. Wir freuen uns schon sehr auf ihn. :-).

Tja, und nachdem wir mit Leon an der ersten Ausstellung teilgenommen hatten, haben Tabea und ich hier Feuer gefangen. Seitdem sind wir nicht nur Mitglied im DKBS (Deutscher Klub für Belgische Schäferhunde) geworden, sondern nehmen regelmäßig an Ausstellungen teil. Genauso war für uns irgendwann klar, dass wir Leon kören lassen würden, so dass er Deckrüde sein darf. Mittlerweile ist Leon im DKBS angekört, und wird voraussichtlich Anfang 2020 das erste Mal Papa. Seit Juli 2019 sind wir auch Mitglied im BSD (Belgische Schäferhunde Deutschland).

Auch sind wir Mitglieder bei unserem Hundesportverein, den Hundesportfreunden Dernbach. Hier macht Tabea mit Leon aktuell THS nachdem wir im vergangenen August bereits erfolgreich die Begleithunde-Prüfung ablegen konnten.

Ja, und eins ist für mich auch klar: ein Leben ohne Belgier kann ich mir nicht mehr vorstellen! Belgier sind meine absoluten Traumhunde – mit ihnen kann man alles machen. Egal ob Hundesport oder einfach mal nur Couch-Potato: sie machen einfach alles mit. Wichtig ist nur, dass sie bei allem dabei sind. Denn sie wollen alles gemeinsam mit ihrer Familie machen.  🙂